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Konfetti, Guggen und ein Oberleu

Gerhard Huber 12.02.2018

Ein schöner Fasnachtsumzug führte am Sonntag in Kriessern durch die von vielen Besuchern gesäumten Strassen. Gleich 27 abwechslungsreiche Gruppen, darunter sieben Guggenmusiken, sorgten für Spass und Unterhaltung.

Konfetti, Konfetti, Konfetti. Wie bei allen Fasnachtsumzügen blieb kaum einer der vielen Hundert, wenn nicht tausend Besucher des Kriessner Umzugs von den kleinen Papierschnitzeln verschont. Immer wieder sprangen die «Maschgera», die Höllahünd oder die Zunfthexen zu Bekannten, die sie im Publikum ausmachten und schütteten diesen die Konfetti in den Halskragen oder sogar den Hosenbund.

Schöner Wagen und fantasievolle Kostüme

Ganz Kriessern war am Sonntag auf der Strasse, um die vielen einheimischen Gruppen zu bewundern und zu beklatschen. Etwa die Herren- und Damenriegen vom KTV Kriessern, die keine Mühe gescheut hatten, zum Thema Unterwasserwelt einen schönen Wagen zu gestalten und fantasievolle Kostüme zu tragen. Oder die Ringerstaffel Kriessern, die als «Löwenbande» auftrat. Jeder der Athleten hatte sich als «König der Tiere» verkleidet und versuchte, junge Löwinnen in den Löwenstall zu verschleppen.

Die Familiengruppe Rhimaschgeri, die dieses Jahr als «Hippigschpängschtli» umgingen, konnten die Zuschauer bezaubern. Genauso wie natürlich die kleinen goldigen Fliegenpilze des Kindergartens Kriessern. Die zwar harmlos aussahen, es aber den Grossen nachmachten und ihresgleichen, also die Kinder am Strassenrand, nicht nur mit Bonbons, sondern auch mit Konfetti «beglückten». Dass ein solcher Fasnachtsumzug vor allem für die Kinder gemacht ist, bewiesen auch die Kriessner Mukis. Die Kinder vom Mutter-Kind-Turnen trugen passend zum Thema «Hawaii» südseeinsulanische Kleidung. Baströckchen und Blumenketten.

Natürlich durfte der am Vorabend zum neuen Kriessner Oberleu ernannte Remo Langen­egger nicht in der Parade fehlen. Ob der lang andauernden Inthronisationsfeiern einen etwas angeschlagenen Eindruck machend, winkte er zusammen mit seinem Vorgänger Paul Dietsche alias Hünzeler huldvoll seinem Fasnachtsvolk zu und liess sich auf dem Festwagen der Löwenvereinigung über die Umzugsstrecke direkt zur anschliessenden Beizentour kutschieren. Denn das Ende des Umzugs ist ja in Kriessern traditionell noch nicht das Ende der Fasnacht, sondern der Anfang der Beizentour durch die ortsansässigen Gasthäuser und Tränken.

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